Chlor                         17Cl

Abb.: Chlor, Brom und Iod

 

Name

   
relative Atommasse:  
Ordnungszahl:  
Schmelzpunkt:  
Siedepunkt:  
Oxidationszahlen:  
Dichte:  
Härte (Mohs):  
Elektronegativität (Pauling):  
Atomradius:  
Elektronenkonfiguration:  

 

Eigenschaften

 

Physikalische Eigenschaften: Chlor ist ein gelbgrünes Gas mit stechendem Geruch. Es gehört der Gruppe der Halogene an und somit sehr giftig. In Wasser ist Chlor nur mäßig löslich.

Chemische Eigenschaften: Chlor ist sehr reaktionsfähig und verbindet sich mit fast allen Elementen. Am heftigsten ist die Reaktion von Chlor mit Alkalimetallen. Reagiert Chlor mit Natrium, so entsteht das lebensnotwendige Salz Natriumchlorid. Verbindungen tritt es mit den Wertigkeitsstufen: -1; +1; +3; +5 und +7 auf. 

 

 

Vorkommen

 

Chlor kommt in großen Mengen in der Erdrinde vor in Form von Metallsalzen (Chloriden). Die am häufigsten auftauchende Verbindung ist das Natriumchlorid (NaCl), welches im Alltag als Kochsalz bezeichnet wird. Dieses findet sich in großen Steinsalzlagerstätten oder im Meer gelöst.  Aufgrund seiner enormen Reaktionsfähigkeit existiert es in der Natur nicht als Element.

 

 

Geschichtliches

 

Erstmals wurde Chlor  im Jahre 1774 von dem schwedischen Chemiker Carl Wilhelm Scheele beim Einwirken von Salzsäure auf Braunstein (Mangandioxid) hergestellt. Er war jedoch davon überzeugt eine chemische Verbindung vor sich zu haben und nannte sie dephlogistierte Salzsäure. Erst 1810  erkannte Sir Humphry Davy das Chlorgas als Element und nannte es Chlorine, bzw. Cloricgas von griechisch chlorós ("gelbgrün"). 

 

 

Darstellung

 

Chlor wird heutzutage per Chloralkalielektrolyse gewonnen. Dabei fallen neben Chlor noch Wasserstoff und Alkalilauge an. Das technische Verfahren, welches dazu verwendet wird ist die Elektrolyse, dabei scheidet sich unter der Einwirkung von elektrischem Strom an der Anode Chlor ab, Cl- → 1/2 Cl2 + 1e-, während sich an der Kathode Alkalihydroxid und Wasserstoff bilden:

Na+ + e- → Na

Na + H2O → NaOH + 1/2 H2

Während der Elektrolyse muss darauf geachtet werden, dass das gebildete Chlor nicht mehr mit dem Natriumhydroxid in Berührung kommt, da sonst die Bildung von Natriumchlorid beziehungsweise Natriumhypochlorid einsetzt.

 

 

Verwendung

 

Chlor wird in großen Mengen benötigt um Wasser zu desinfizieren (z.B. in Schwimmbädern). Des weiteren braucht man Chlor zum Bleichen von Papier und Textilien. Chlor wird außerdem häufig gebraucht um eine Reihe von anorganischen und organischen Chlorverbindungen zu synthetisieren (z.B. Salzsäure [HCl]; Chloride; Chlorwasserstoffe; etc.)

 

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