Aminoethansäure (Glycin)

 
Gefahrensymbole:

 

Struktur der Verbindung:

1H-NMR-Spektrum (simuliert)

Summenformel:  H2NCH2COOH
Molmasse:  75,07 g/mol 
R/S-Sätze: S22-24/25
MAK-Werte:
Dichte:  1,16 g/cm3   
Zersetzungstemperatur:  233 °C
Siedetemperatur: ---
Löslichkeit: in Wasser sind bei 25 °C 250g/l Aminoethansäure löslich
 
Eigenschaften:
Aminoethansäure liegt bei Raumtemperatur in Form von farblosen in Wasser gut löslichen Kristallen vor. Sie stellt den einfachsten Vertreter derAminosäuren dar. Glycin hat ebenso wie alle anderen Aminosäuren die Fähigkeit als Zwitterion vorzuliegen und  ist amphoter (d.h. Glycin kann sowohl sich als Säure wie auch als Base verhalten). Aminoethansäure ist in der Lage ein Proton der Carboxylgruppe abzuspalten, sowie ein Proton an der Aminogruppe aufzunehmen.

 

Darstellung:
Im Jahre 1819 wurde Glycin zum ersten mal  von Braconnot synthetisiert. Dabei viel Glycin beim Kochen von Leim mit verdünnter Schwefelsäure an. Auf diese Reaktion geht der nicht mehr gebräuchliche Name der Verbindung Glycocoll zurück, welche die Bedeutung Süßleim hat. Aminoethansäure kann durch Aufspaltung von Proteinen gewonnen werden. Heutzutage wird es jedoch durch die Reaktion von Chloressigsäure mit Ammoniak.

Verwendung:
Aminoethansäure ist Bestandteil einiger Pufferlösungen für das Labor. Außerdem ist Glycin eine für den Menschen essentielle Aminosäure.

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