Cracken

Das Zerlegen von langkettigen Alkanen wird als Cracken bezeichnet. Derartige Prozesse spielen in der Erdölindustrie bei der Darstellung von Benzin aus Erdöl eine wichtige Rolle.

Erdöl ist ein Gemisch aus hunderten verschiedener Kohlenwassserstoffe. Der größte Teil wird durch langkettige wenig verzweigte Alkane gebildet. Ein kleiner Teil besteht aus aromatischen Verbindungen. Benzin ist ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen mit einer Länge von 4-12 Kohlenstoffatomen und ist in Erdöl bis zu 30% (Volumenanteil) enthalten.

Um weiteres Benzin zu erhalten werden längerkettige Kohlenwasserstoffe durch fraktionierte Destillation abgetrennt und bei 500°C in Gegenwart eines Katalysators (Wolfram oder Nickel auf einer SiO2-Al2O3-Oberfläche) pyrolysiert.

Die Reaktion findet in einer Wasserstoffatmosphäre statt um entstehende Radikale mit Wasserstoffatomen abfangen zu können. Außerdem können Alkene zu Alkanen, Stickstoffhaltige Verbindungen zu NH3 und schwefelhaltige Verbindungen zu H2S hydriert werden. Man erhält nach dem Cracken Erdöl mit einem Benzin Anteil von 50%.

 

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