Destillation

Die Destillation ist eine Methode zur Stofftrennung. Man versteht darunter (Destillation von lat.: destillare=herabträufeln) die Verdampfung einer aus einer beliebigen Komponentenzahl bestehenden Flüssigkeit und die anschließende Kondensation des dabei gebildeten Dampfes zum Destillat. Das Destillat kann zusammen oder auch nacheinander mit steigendem Siedepunkt (fraktionierte Destillation) aufgefangen werden kann. 

Die Verdampfung findet in einem Gefäß statt, das je nach seiner Ausbildung als Blase, Verdampfungskolben oder Sumpfverdampfer bezeichnet wird. Die Kondensation kann (total) in einem oder partiell in mehreren hintereinander geschalteten Kondensatoren durch geeignete Kühlmittel (Wasser, Luft, oder Kühlsole) oder auch durch Wärmepumpen vorgenommen werden. Durch die Destillation ist man in der Lage Stoffe voneinander zu trennen, welche verschiedene Siedepunkte haben. So ist es beispielsweise möglich reinen Alkohol aus Wein mit Hilfe der Destillation zu gewinnen. Dazu wird der Wein in einem Kolben erhitzt. Bei 78,3°C beginnt der reine Alkohol (Ethanol) zu verdampfen. Das Wasser hingegen siedet erst bei 100°C. Es ist somit möglich aus der Lösung reinen Ethanol zu destillieren. Bei einer Destillation bleibt die Temperatur beim Siedepunkt der leichtflüchtigeren Substanz solange konstant bis diese vollständig aus dem Gemisch entfernt ist. Erst danach steigt die Temperatur weiter an.

 

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