Eisen(III)-chlorid Hexahydrat

 
Gefahrensymbole:

Struktur der Verbindung:
Summenformel: FeCl3·6H2O
Molmasse:  
R/S-Sätze: R, S
MAK-Werte:
Dichte:  g/cm3  
Schmelztemperatur:
Siedetemperatur:
Löslichkeit: i
 
Eigenschaften:
Eisen(III)-chlorid Hexahydrat ist ein gelblicher Feststoff mit starke hygroskopischen Eigenschaften. An feuchter Luft zerfließen die Kristalle zu einem braunen Brei. Zusammen Kaliumhexacyanoferrat entsteht ein tiefblauer Niederschlag (das so genannte Berliner Blau Fe4[Fe(CN)6]3). Die Wasserfreie Form des Eisenchlorids bildet dunkle zum Teil grüne Blättchen welche bei 300°C schmelzen und sublimieren. Eine wässrige Lösung des Salzes besitzt einen sauren pH-Wert:

[Fe(H2O)6]3+  [FeOH(H2O)5]3+ + H+

Darstellung:
Die wasserfreie Form des Eisenchlorids kann durch die direkte Reaktion von Eisenwolle mit Chlor erfolgen. Das Hexahydrat gewinnt man durch Auflösen von Eisen in Salzsäure, wobei Wasserstoff freigesetzt wird. Da man bei diesem Vorgang zunächst nur Eisen(II)-chlorid erhält muss Chlort in die Lösung eingeleitet werden, so dass das Eisen weiter zum Eisen(II)-chlorid oxidiert wird:

Fe + 2HCl→ FeCl2 + H2

2 FeCl2 + Cl2 → 2 FeCl3

Das gelöste Eisen(III)-chlorid wird durch Eindampfen auskristallisiert. Technisch kann man Eisen(III)-chlorid bei 650°C durch Überleiten von Chlor über Schrott gewinnen.

Verwendung:
Eisen(III)-chlorid Hexahydrat wird im Labor zum Ausfällen von Verunreinigungen bei der Wasseraufbereitung benötigt. Außerdem gilt es in der Medizin als blutstillendes Mittel (Adstringens).

 

© 2001-2005 [Chempage.de] – Michael Müller – michael.mueller@rwth-aachen.de http://www.chempage.de

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