Kaliumcarbonat (Pottasche)

 
Gefahrensymbole:

Xn: Gesundheitsschädlich

Struktur der Verbindung:
Summenformel: K2CO3
Molmasse:  138,20 g/mol  
R/S-Sätze: R33-37/38, S22-28
MAK-Werte:
Dichte:  2,428 g/cm3  
Schmelztemperatur: 891 °C
Siedetemperatur:
Löslichkeit: in Wasser bei 25 °C 1135g/l, bei 130 °C 1960 g/l
 
Eigenschaften:
Kaliumcarbonat ist ein farbloses, körniges Pulver mit stark hygroskopischen Eigenschaften. Löst man Kaliumcarbonat in Wasser, so steigt der pH-Wert aufgrund der Protonierung des Carbonats leicht an.  Zusammen mit Säuren zeigt sich eine heftige Gasentwicklung. Es entsteht CO2 und Wasser, sowie ein Salz:

Beispiel: K2CO3  +  H2SO4    K2SO4  +  CO2  +  H2 

Beim Einleiten von Kohlenstoffdioxid in konzentrierte Kaliumcarbonat-Lösung, fällt schwerlösliches Kaliumhydrogencarbonat (KHCO3) aus.

Darstellung:
Früher wurde Kaliumcarbonat aus Holz dargestellt. Dazu wurde Holz Verbrannt. Die dabei entstehende Asche enthält eine Reihe von Salzen wie Phosphate und Sulfate sowie große Mengen an Kaliumcarbonat (bis zu 24 %). Mit Wasser wurden die löslichen Salze herausgewaschen und in Eisenpötten (daher auch der Name Pottasche) eingedampft. Man erhielt so stark verunreinigtes Kaliumcarbonat.

Heute Carbonisiert man Kalilauge und erhält dabei Kaliumcarbonat. Dazu elektrolysiert man eine Kaliumchloridlösung. Am negativen Pol bildet sich Kalilauge. Durch Einleiten von Kohlenstoffdioxid in die Lösung erhält man schließlich Kaliumcarbonat.

2 KOH  +  CO  K2CO3  +  H2O.

Verwendung:
Kaliumcarbonat wird teilweise als Trocknungmittel im Labor eingesetzt. Außerdem braucht man es um Seifen herzustellen. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Synthese von anderen Kalium-Verbindungen (wie beispielsweise Kaliumhexacyanoferrat).

 

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