Kaliumiodid

 
Gefahrensymbole:

 

Struktur der Verbindung:
Summenformel: KI
Molmasse:  166,02g/mol
R/S-Sätze: R42/43, S22-36/37
MAK-Werte:
Dichte:  3,12g/cm3  
Schmelztemperatur:  723C°
Siedetemperatur: 1325°C
Löslichkeit: je 100 g Wasser lösen bei 0° 128 g, bei 20° 144 g, bei 100° 209 g Kaliumiodid; 100 g Alkohol lösen 1,75 g Kaliumiodid
 
Eigenschaften:
Kaliumiodid ist unter Normalbedingungen ein farbloser, kristalliner Feststoff, welcher sich sehr gut in Wasser lösen lässt. Beim lösen des Salzes in Wasser findet eine starke Abkühlung statt. Die wässrige Lösung reagiert neutral, zersetzt sich aber an Luft und bei Lichteinwirkung allmählich unter Gelbfärbung (Iod-Abscheidung). Kaliumiodid-Lösung lösen unter Polyiodid-Bildung viel Iod auf, wobei sich zunächst KI3 (Johnsons Salz) bildet. Eine derartige Iodkaliumiodid-Lösung ist für den Nachweis von Stärke geegnet.
Darstellung:
Kaliumiodid wird durch Reduktion von Kaliumiodat oder durch Neutralisation von Iodwasserstoffsäure mit Kaliumcarbonat-Lösung gewonnen. Im Labor kann man es durch die Reaktion von Eisen(II)iodid mit Kaliumcarbonat bei höherer Temperatur erhalten. Das Eisen(II)-jodid kann durch die Reaktion von Eisenspänen mit Iod erhalten werden:  

Fe  +  I2  →  FeI2   DHR = -125,4 kJ/mol  

H2O  +  FeI2  +  K2CO3 →  Fe(OH)2  +  CO2  +  KI  

Verwendung:
In der Photographie wird Kaliumiodid zur Herstellung. von Kaliumiodid-Stärkepapier (s. Iod-Stärke-Reaktion), zusammen mit Quecksilberiodid zur Herstellung von Thoulets Lösung gebraucht. Zusammen mit Bleiiodid (als KPbI3) dient Kaliumiodid zum Nachweis von Wasserspuren, mit Platinchlorid bzw. Bismutiodid zum Nachweis von Alkaloiden (Iodplatinat- bzw. Dragendorffs Reagenz). Außerdem setzt man es in der Iodometrie ein. In der Medizin findet Kaliumiodid zusammen mit Iod Anwendung als Tinktur.

 

© 2001-2005 [Chempage.de] – Michael Müller – michael.mueller@rwth-aachen.de http://www.chempage.de

Aktuelles | Buchtipps: Chemie | Disclaimer | Impressum | Kontakt | Newsletter | Shop | Startseite