Kipp'scher Apparat

Der Kipp'sche Apparat wurde 1860 vom niederländischen Chemiker und Apotheker Petrus Jacobus Kipp (1808–1864) erfundenen. Es ist eine gläserner Apparatur zur Darstellung von Gasen aus Feststoffen und Säuren.

Abb.: Kippscher Apparat

Zur Gewinnung von Wasserstoff wird die untere Kugel mit granuliertem Zink befüllt. Öffnet man nun den seitlichen Hahn, so dringt verdünnte Salzsäure aus der oberen Kugel in die Untere ein und es kommt zu einer Reaktion zwischen den beiden Edukten Dabei löst sich das Zink unter Wasserstoff-Entwicklung auf:

Zn + 2HCl → H2+ZnCl2

Beim Schließen des Hahns drückt das sich in der unteren Kugel bildende Gas die Flüssigkeit nach unten in den Vorratsbehälter (bzw. zurück in die obere Kugel) zurück. Das entstandene Gas kann über den seitlichen Hahn entnommen werden. Man kann mit Hilfe des Kipp'schen Apparat schnell und einfach eine Reihe von Gasen entwickeln, wie zum Beispiel Schwefelwasserstoff aus Eisensulfid und Salzsäure, Kohlendioxid aus Marmorbrocken und Salzsäure, Chlor aus Salzsäure und Chlorkalk-Würfeln, Chlorwasserstoff aus Salmiak-Stücken und Schwefelsäure.