Down-Verfahren

Das Down-Verfahren ist ein Verfahren zur Herstellung von Natrium und Chlor. Die Down-Elektrolysezelle besteht aus einem zylindrischen Eisengefäß. Von unter ragt eine stabförmige Graphit-Anode in den Behälter. Diese ist von einer ringförmigen  Eisen-Kathode umgeben. Dem Natriumchlorid werden geringe Mengen an Bariumchlorid und Calciumchlorid zugesetzt, aus diesem Grund kann man die Elektrolyse schon bei 600°C betreiben. An die Elektrolysezelle wird eine Spannung von 7 Volt und eine Stromstärke von 35.000 Ampère angelegt. Die positiv geladenen Natrium-Kationen werden zur negativ geladenen Eisenkathode gezogen, die Chlor-Anionen werden zur positiv geladenen Graphit-Anode gezogen:

Kathode: 2Na+ + 2e- 2Na (Reduktion)
Anode: 2Cl- → Cl2 + 2e- (Oxidation)

Das gasförmige Chlor wird durch eine Glocke abgeleitet die sich genau über der Graphit-Elektrode befindet. Da Natrium eine geringere Dichte als die Schmelze hat sammelt es sich in einer Rinne die oberhalb der Kathode am Glockenrand befestigt ist.

 

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