Natriumhydroxid NaOH

Gefahrensymbole:

 

Abb.: Abflussreiniger enthalten große Mengen an Natriumhydroxid

R/S-Sätze: R 35; S26-27/39-45
MAK-Werte: 2 mg/m³
molare Masse: 40,0 g/mol
Dichte: 2,13 g/cm³
Schmelztemperatur: 321,8°C
Siedetemperatur: ---
Löslichkeit: bei 20°C 1090 g/Liter Wasser; bei 100°C bis zu 3420g/Liter Wasser
 
Eigenschaften:
Natriumhydroxid ist ein weißer hygroskopischer Feststoff, der stark ätzend wirkt in Verbindung mit Feuchtigkeit. Es löst sich ausgezeichnet in Wasser wobei Energie in Form von Wärme freigesetzt wird. An der Luft zerfällt es langsam zu Kohlenstoffdioxid und Natriumcarbonat.
Darstellung:
Früher stellte man Natriumhydroxid nach dem Kalk- Soda-Verfahrenher. Dabei wurde aus Natriumcarbonat und Calciumhydroxid Natriumhydroxid und Calciumcarbonat [Na2CO3 + Ca(OH)2 → CaCO3 + 2NaOH].

Heute kann es über die Chlor-Alkali-Elektrolyse im Amalgam-Verfahren gewonnen werden. Dabei fallen Chlor, Wasserstoff und die wässrige Lösung von Natriumhydroxid als Produkte an.

Verwendung:
In erster Linie wird Natriumhydroxid zur Herstellung von Natronlauge gebraucht. Diese wird zur Herstellung von Seife benötigt und als Reinigungsmittel (z.B.: Abfluss frei) gebraucht. Außerdem eignet sich Natronlauge zum Entfernen von Erdöl- und Fettrückständen. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Metall-Industrie, hier braucht man Natronlauge zur Aufschlüsselung von Bauxit. Man benötigt auch in der Papier- und Holzverarbeitung große Mengen an Natronlauge, um beispielsweise Holz abbeizen oder Holz- und Strohfasern aufschlüsseln zu können. Des weiteren braucht man Natronlauge beim Färben mit Indigo.

 

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