Schwefelsäure konzentriert 96%
 
Eigenschaften

Wasserlose Schwefelsäure ist eine farblose, ölige Flüssigkeit hygroskopische Substanz. In Berührung mit organischen Substanzen wie Saccharose (Haushaltszucker, Rohrzucker) entzieht sie den Verbindungen das Wasser. Zurückbleibt lediglich schwarzer Kohlenstoff (also Kohle). So bildet sich aus Zucker mit Schwefelsäure Zuckerkohle (siehe auch Versuch: Herstellung von Zuckerkohle).

Beim Mischen mit Wasser ist eine starle Wärmebildung zu beobachten. Verdünnte Schwefelsäure reagiert mit allen Metallen die in der Spannungsreihe über dem Wasserstoff stehen. Dabei entsteht Wasserstoff und die entsprechenden Sulfatsalze [Schwefelsäure verdünnt + Metall → Metallsulfat + Wasserstoff]. Gold und Platin sind beständig in Schwefelsäure. Kupfer und Quecksilber reagieren mit keißer konzentrierter Schwefelsäure zu ihren Sulfaten, Schwefeldioxid und Wasser.

Die Leitfähigkeit von reiner Schwefelsäure ist gering, da sie nur wenig desoziiert. Verdünnte Schwefelsäure leitet den Strom sehr gut, da bei der Protolyse Ionen als Ladungsträger gebildet werden. Dabei disoziiert die Schwefelsäure in Wasser in zwei Protolysestufen.

1. Protolysestufe: H2SO4 + H2O HSO4- + H3O+

2. Protolysestufe: HSO4 + H2O SO42- + H3O+

 
Darstellung

Die Herstellung des Schwefelsäure erfolgt heutzutage aus Schwefel und Sauerstoff nach dem Doppelkontaktverfahren.

 
Verwendung

Schwefelsäure wird häufig zur Herstellung von Sulfaten (z.B.: Kupfersulfat) und Düngemittel im Gemisch mit Salpetersäure gebraucht. Außerdem findet sie Anwendung in Bleiakkumulatoren wie sie im Auto (siehe Abbildung) zu finden sind. Ein weiterer Bereich in der Schwefelsäure ist die Chemiebranche, hier benötigt man die Säure häufig als Katalysator.

Strukturformel/Abbildung

Allgemeines

Name Schwefelsäure
Summenformel H2SO4
molare Masse 98,08g/mol
Trivialnamen  
CAS-Nummer  
Sicherheitsdaten

ätzend

R- und S-Sätze

R 35

S 26-30-45

Handhabung  
Lagerung  
MAK* 1mg/m³
LD50**(Ratte) mg/kg (oral)
LD50**(Kanninchen) mg/kg
*Maximale Arbeitsplatzkonzentration
**letale Dosis: Die Menge der Substanz, die nach einmaliger Einnahme den Tod von 50% der Versuchstiere zur Folge hat.
Physikalische Eigenschaften
Aggregatzustand  
Farbe  
Dichte 1,84 g/cm³ (bei 97%iger H2SO4)
Schmelzpunkt  
Siedepunkt  
Dampfdruck  
Löslichkeit unbegrenzt in Wasser löslich
Kristall
Kristallstruktur  
analytische Nachweismethoden