Stärke C6H10O5)n

 
Gefahrensymbole: ---
Struktur der Verbindung:
R/S-Sätze:
MAK-Werte:
molare Masse:
Dichte: ca. 1,5 g/cm³
Schmelztemperatur:
Siedetemperatur:
Löslichkeit: bei 90°C 50g/Liter Wasser
 
Eigenschaften:
Stärke ist ein weißer Feststoff, der von Pflanzen als Reservepolysaccharid gebildet wird. Das Polysaccharid besteht aus α-D-Glucosemolekülen, die teilweise stark verzweigt und teilweise als unverzweigte Ketten vorliegen. Das Makromolekül besteht aus zwei verschiedenen Polysacchariden. Zu etwa 80%-85% besteht Stärke aus dem wasserunlöslichen Amylopektin, das sind verzweigte Ketten aus circa 3000 Glucoseresten in 1,4- und 1,6-α-glykosidischen Bindung. 15% bis 20% des Moleküls bestehen aus der wasserlöslichen Amylose, die ein schraubenförmiges Gebilde aus unverzweigten Ketten aus bis zu 300 Glucoseresten in 1,4-α-glykosidischer Bindung darstellt.

Beim Aufkochen bildet Stärke in Wasser Kolloidale, die beim Abkühlen zu einem Gel erstarren. Im Gegensatz zum Einfachzuckern aus dem sie aufgebaut ist, findet bei Stärke keine Reduktion beim Fehling-Test statt. Sie lässt sich aber durch Kalium-Iodid nachweisen. Dabei bildet sich ein sogenannter Jod-Stärke-Komplex aus der sich durch eine Schwarz-Färbung der Lösung bemerkbar macht.

Darstellung:
Stärke wird aus Mehl von Mais, Kartoffeln, Weizen und Reis gewonnen. Dabei werden die Körner und Knollen zerrieben (um die Zellwände zu zerstören). Anschließend werden die Stärkekörner heraus gewaschen und durch Aufschlämmen von Proteinen und anderen unerwünschten Bestandteilen getrennt.
Verwendung:
Stärke ist vor allem ein wichtiges Nahrungsmittel, welches in Backwaren, Verdickungsmitteln für Soßen und ähnlichen Lebensmitteln enthalten ist. Außerdem dient es zur Herstellung von Klebstoffen, Kleistern, Steifungsmittel für die Wäsche, Dextrinerzeugung und Glucosesirup.

 

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