Magnesiumoxid (Magnesia)

 
Gefahrensymbole:

Xn: Gesundheitsschädlich

Struktur der Verbindung:
Summenformel: MgO
Molmasse:  40,32g/mol
R/S-Sätze: R22-36-37-38, S26-36
MAK-Werte: 6 mg/m3
Dichte:  3,58 g/cm3  
Schmelztemperatur: 2800°
Siedetemperatur: 3600°
Löslichkeit: in Wasser unlöslich
 
Eigenschaften:
Bei  Normalbedingungen ist Magnesiumoxid ein weißes, lockeres Pulver, welches sich in Wasser nicht lösen lässt (es bildet sich jedoch Magnesiumhydroxid Mg(OH)2). Neben dem Begriff Magnesia ist auch noch das Wort Bittererde für Magnesiumoxid gebräuchlich. In sauren Säuren lässt es sich unter Bildung seiner entsprechenden Salze lösen:

MgO + 2HCl → MgCl2 + H2O

In kristalliner Form wird Magnesiumoxid von Säuren jedoch kaum angegriffen.

Darstellung:
Magnesiumoxid entsteht beim Verbrennen von Magnesium und beim Glühen von Magnesiumhydroxid, Magnesiumcarbonat, Magnesiumnitrat, Magnesit sowie durch Zersetzung von Magnesiumchlorid mit überhitztem Wasserdampf. Außerdem lässt es sich aus  Meerwasser gewinnen (wird zunächst mit Dolomit gefällt und dann geglüht.
Verwendung:
Von den nach Art und Temperatur des Calciniervorgangs (Glühen) verschiedenen Magnesia-Qualitäten dient Sintermagnesia zur Herstellung von Feuerfest- sowie auch Wärmespeichermaterialien. Schmelzmagnesia verwendet man als Isoliermaterial in der Elektrowärmeindustrie Reaktionsfähiger Magnesia-Kauster (chemisches Magnesia) wird eingesetzt in Magnesitbindern, Zahnpulver, als Antacidum bei Magenübersäuerung und Säurevergiftungen, als Streupuder, zur Fleckenreinigung (Aufsaugungsmittel), Uran-Gewinnung in Ionenaustauschern, zur Entkieselung von Wasser in Vollentsalzungsanlagen, in Futtermitteln, als Vulkanisationsverzögerer in Polychloropren u.a. Elastomeren, zur Absorption von Schwefeldioxid, als Eindickmittel für ungesätt. Polyesterharze usw.

 

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