Natriumsulfat Decahydrat (Glaubersalz)

 
Gefahrensymbole:

 

Struktur der Verbindung:
Summenformel: Na2SO4 · 10H2O
Molmasse:  322,19 g/mol  
R/S-Sätze: S22-24/25
MAK-Werte:
Dichte:  1,464 g/cm3    
Schmelztemperatur:
Siedetemperatur:
Löslichkeit: in Wasser sind bei 20 °C 900 g Natriumsulfat pro Liter löslich
 
Eigenschaften:
Natriumsulfat Decahydrat ist auch unter dem Namen Glaubersalz bekannt. Das Salz ist wie alle Alkalimetallsulfate gut in Wasser löslich, wobei eine Abkühlung stattfindet. In einer abgekühlten Natriumsulfat-Lösung bilden sich unter einer Temperatur von 32 °C farblose, prismatische Kristalle, welche an der Luft zu einem farblosen Pulver verwittern. Erhitzt man Natriumsulfat Hexahydrat auf eine Temperatur von über 33 °C so erhält man kristallwasserfreies Natriumsulfat, welches sich im Wasser im Gegensatz zum Decahydrat erst unter Erwärmung im Wasser löst.
Darstellung:
Glaubersalz wurde im Jahre 1655 vom Naturwissenschaftler Johann Glauber entdeckt. Er stellte das Salz dar, indem er eine Natriumchlorid-Lösung mit Schwefelsäure versetzte.

2 NaCl  + H2SO4   Na2SO4  +  2 HCl  

Das von Johann Glauber erfunde Verfahren besitzt heute keine Bedeutung mehr für die technische Erzeugung von Natriumsulfat. Das Salz fällt als Nebenprodukt bei der Aufbereitung von Kalisalzen in großen Mengen an.

9 H2O  +  MgSO4 . H2O  +  2 NaCl →  Na2SO4  . 10 H2O  +  MgCl2

Verwendung:
Natriumsulfat dient in Waschmitteln Waschmitteln als Streckmittel. Außerdem benötigt man das Salz zur Herstellung von Ultramarinblau und Glas. Im Labor verwendet man die wasserfreie Form als Trocknungsmittel für organische Lösungsmittel.

 

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