Octadecansäure (Stearinsäure)

 
Gefahrensymbole:

Xn: Reizend

Struktur der Verbindung:

Summenformel: C17H35COOH
Molmasse:  284,49g/mol
R/S-Sätze: R36/37/38, S26-36
MAK-Werte: ---
Dichte:  0,845g/cm3  
Schmelztemperatur: 56 °C
Siedetemperatur: 380 °C
Löslichkeit: in Wasser ist Stearinsäure nahezu unlöslich, sie lässt sich jedoch in Ethanol und Ether lösen
 
Eigenschaften:
Bei Raumtemperatur liegt Stearinsäure in Form von  weißen fettigen Blättchen oder als Pulver vor. Die organische Säure lässt sich in der Natur in tierischen und pflanzlichen Fetten finden. Aufgrund ihres langen Alkyl-Restes ist Stearinsäure wasserunlöslich. Sie gehört der Gruppe der gesättigten Fettsäuren an (gesättigt = Stearinsäure besitzt keine Doppelbindungen in ihrer Kohlenwasserstoffkette). Die Salze der Stearinsäure werden als Stearate bezeichnet. Eines der bekanntesten Salze der Stearinsäure ist das Natriumstearat, welches von einen großen Mengen in Kernseifen verwendet wird.

Verestert man Stearinsäure mit Glycerin, so erhält man Fette. Stearinsäure ist vor allem in tierischen Fetten am Aufbau der Triglyceride beteiligt.

Darstellung:
Stearinsäure wird durch Fettspaltung aus tierischen und pflanzlichen Fetten und Ölen gewonnen. Dabei erhält man ein Gemisch aus verschiedenen Fettsäuren (wie Stearinsäure, Palmitinsäure und Ölsäure). Um reine Stearinsäure zu erhalten wird zunächst die flüssige Ölsäure durch Auspressen aus dem Gemisch entfern. Das Gemisch aus Stearinsäure und Palmitinsäure ist im Handel erhältlich und als Kerzenwachs verwendet.
Verwendung:
Stearinsäure stellt die Grundlage für Cremes, Salben und Tabletten dar. Außerdem ist es ein wichtiger Ausgangsstoff zum Herstellen von Kernseifen.

 

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