Ostwald-Verfahren

Das Ostwals-Verfahren ist das großtechnisch genutzte Verfahren zur Herstellung von Salpetersäure durch Oxidation von Ammoniak. Ammoniak lässt sich mit Hilfe des Haber-Bosch Verfahrens erzeugen. Das so hergestellte Ammoniak wird in einem Reaktor bei 800°C an einem Platin-Rhodium-Katalysator zu Stickstoffmonoxid und Wasser oxidiert:

1. Reaktionsschritt: 4 NH3 + 5 O2 4 NO + 6 H2O            ∆HR = -908 kJ/mol

Anschließend wird das Stickstoffmonoxid weiter zu Stickstoffdioxid oxidiert:

2. Reaktionsschritt: 2 NO + O2 2 NO2                                        ∆HR = -114 kJ/mol

Im nachfolgenden Schritt wird Stickstoffdioxid zusammen mit Wasser zur gewünschten Salpetersäure und Stickstoffmonoxid umgesetzt, wobei das entstandene Stickstoffmonoxid wieder dem zweiten Reaktionsschritt zugeführt werden kann. Diese Reaktion findet in sogenannten Absorptionstürmen statt und liefert eine 50%ige Salpetersäure:

3. Reaktionsschritt: 3 NO2 + H2O 2 HNO3 + NO       

In einem nachfolgenden Destillationsschritt kann die Salpetersäure auf 65% konzentriert werden.

 

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