Nachweis von As(III, IV)-Kationen

 

Nachweis von As(III, IV) über die Mar’sche Probe

Info:

In der Gerichtsmedizin dient die Mar’sche Probe zum Nachweis von Arsenspuren.

Durchführung:

Man mischt die Analysesubstanz in verdünnter H2SO4 und gibt Zn und CuSO4 hinzu. Das Reagenzglas wird mit einem Stopfen verschlossen (der durchbohrt ist und eine gebogene Pasteurpipette enthält). An der verjüngten Stelle wird mit der Sparflamme des Bunsenbrenners erhitzt. An der heißen Glaswand wird AsH3 thermisch zersetzt und es scheidet sich ein As-Spiegel ab.

Erhitzt man nicht und zündet den entwickelten Wasserstoff an so färbt sich die Flamme fahlblau wenn Antimon oder Arsen anwesend ist. Beide reagieren zu ihren Oxiden was an der Bildung eines weißen Rauches zu erkennen ist. Hält man an die Flamme ein glasiertes Porzellanschälchen so scheidet sich elementares Arsen und Antimon ab (schwarzer Belag).

Handelt es sich um Arsen so löst sich dieses rasch in ammoniaklischen H2O2-Lösung auf.

As2O3 + 6 Zn + 12H+ → 2AsH3 + 6Zn2+ + 3H2O

4AsH3 + 3O2 → 4As + 6H2O

2 As + 5H2O2 + 6 NH3 → 2AsO43- + 6NH4+ + 2H2O