Kapitel 1: Vorproben

Bevor eine Analyse durchgeführt wird ist es ratsam einige Vorproben anzustellen, um die grobe Zusammensetzung der Analysesubstanz zu bestimmen. Die im folgenden beschriebenen Vorproben sind gängige Untersuchung, welche es ermöglichen bestimmte Kationen auszuschließen bzw. zu bestätigen.

 

 

 

Flammenfärbung und Spektralanalyse

Durchführung:

Man lässt zunächst ein Magnesiastäbchen für einige Minuten ausglühen und taucht es anschließend in konz. Salzsäure. Danach wird mit dem Magnesiastäbchen ein wenig der Ursubstanz aufgenommen. Die Flammenfärbung kann folgende Elemente anzeigen:

Element

Farbe

Charakteristische Linie in nm

Li

Na

K

Rb

Cs

Ca1)

Sr1)

 

Ba1)

Ga

In

Tl

Cu

Pb, As, Sb

V

Se

Te

 

 

 

Mo

rot

gelb

violett

violett

blau

ziegelrot

rot

 

grün

violett

violettblau

grün

grün

fahlblau

fahlblau

bläulich

fahlblau (Reduktionszone)

grün (Oxidationszone)

fahlblau

670,8 (rot)

589,3 (gelb)

768,2 (rot), 404,4 (violett)

780 (rot), 421 (violett)

458 (blau)

622,0 (rot), 553,3 (grün)

mehrere rote Linien 604,5 (orange), 460,7 (blau)

524,2 (grün), 513,7 (grün)

417,2 (violett), 403,3 (violett)

452,1 (violettblau)

535,0 (grün)

 1) Sulfat vorher reduzieren

 

Die Flammenfärbung ist zwar für viele Kationen ein spezifischer Hinweis, kann aber auch durch verschiedene andere Kationen sowie Anionen gestört und verfälscht werden. Daher ersetzt die Flammenfärbung nur bei wenigen Ausnahmen (Natrium und Lithium) einen spezifischen Nachweis.