Quecksilber(I)-chlorid

 
Gefahrensymbole:

Xn: Gesundheitsschädlich

Struktur der Verbindung:
Summenformel: Hg2Cl2
Molmasse:  472,09g/mol
R/S-Sätze: R, S
MAK-Werte:
Dichte:  7,15 g/cm3  
Schmelztemperatur:
Siedetemperatur:
Löslichkeit: i
 
Eigenschaften:
Quecksilber(I)-chlorid ist eineweisse, kristalline Masse, welche schon seit der Zeit der Alchemisten unter ihren Trivialnamen Kalomel bekannt war. Beim Übergießen mit Ammoniak wird Quecksilber(I)-chlorid durch fein verteiltes Quecksilber tiefschwarz (daher der Name Kalomel, von griech.: kalos = schön und melas = schwarz). Beim Erhitzen im geschlossenen Rohr entsteht bei 525° unter teilweiser Zerfall eine rotbraune Flüssigkeit. Das Chlorid in Wasser, Alkohol, Ether und Aceton nahezu unlöslich. Man kann es jedoch in Benzol und Pyridin löslich. In der Natur kommt Hg2Cl2 vereinzelt als Quecksilberhornerz od. Hornquecksilber in kleinen Tetraedern vor.
Darstellung:
Durch Erhitzen eines Gemenges von Quecksilber und Quecksilber(II)-chlorid sublimiert Quecksilber(I)chlorid ab.
Verwendung:

Quecksilber(I)-chlorid wird in der Porzellanmalerei zur Goldauftragung und zur Herstellung von grünleuchtenden Fackeln. Außerdem benötigt man die Verbindung zur Herstellung von Kalomel-Elektroden.

 

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