Substitution an Aromaten (Allgemein)

Cyclisch konjugierte planare Verbidnungen besitzen häufig eine besondere Stabilität, die als Aromatizität bezeichnet wird. Der Prototyp eines Aromaten ist Benzol. Während Alkene gute Substrate für Additionsreaktionen sind, beobachtet man bei analogen Umsetzungen von Aromaten meist Substitutionen, hier gezeigt für Benzol:

In einem ersten Reaktionsschritt addiert sich, wie bei einer Additionsreaktion, ein reaktives Teilchen X*, ein Elektrophil, ein Nucleophil oder ein Radikal, an das aromatische System, und es wird eine kationische, anionische oder radikalische Zwischenstufe gebildet. Die Reaktion mit einem weiteren Teilchen Y* würde zu einem Cyclohexadien-Additionsprodukt führen, jedoch wird eine Alternativreaktion, die Eliminierung eines Protons, Hydrid-Ions oder Wasserstoffatoms H* bevorzugt, da sich so das besonders stabile aromatische Elektronensextett zurückbildet. Deshalb beobachtet man nur wenige aromatische Additionen, sondern meist aromatische Substitutionen.

In allen Fällen wird das reaktive Teilchen zunächst addiert und das aromatische System dann durch Eliminierung regeneriert. Man spricht von Additions-Eliminierungs-Mechanismus.