Zinksulfat
 
Eigenschaften

Zinksulfat besteht aus farblosen, rhombischen Kristallen, welche gut in Wasser lösen lassen. Oberhalb von 600°C zersetzt sich das Salz unter Freisetzung von Schwefeldioxid und 1/2 Sauerstoff. Es existieren verschiedene Hydrate des Zinksulfats. Das Heptahydrat des Zinksulfats wird auch Zinkvitriol genannt und bildet sich aus gesättigter wässrigen Zinksulfat-Lösungen in Form von farblosen, glasglänzender, säulenförmiger, Kristallen. Oberhalb 39°C erfolgt Umwandlung zu ZnSO4 · 6H2O, und bei 70°C liegt nur noch ZnSO4 · H2O vor. Das letzte Kristallwasser-Molekül entweicht bei 240°C. Zinksulfat Heptahydrat bildet Mischkristalle mit den Sulfaten des Eisens, Magnesiums, Mangans, Cobalts und Nickels. Lösungen des Salzes reagieren infolge Hydrolyse schwach sauer. Bei der Auflösung von Zinksulfat in Wasser tritt Erwärmung, beim Zinksulfat Heptahydrat dagegen Abkühlung auf. Zinksulfat kommt als Mineral in der Natur vor, und zwar findet man Zinksulfat Heptahydrat (Goslarit) im Harz, wasserfreies Zinksulfat (Zinkosit) in Spanien.

 
Darstellung

Technisch wird Zinksulfat durch vorsichtiges Rösten der Zinkblende gewonnen:

 ZnS + 2O2 → ZnSO4

 Im Labor durch Auflösen von Zink-Abfällen oder Zinkoxid in verdünnter Schwefelsäure und anschließendes Eindampfen der Lösung.

 
Verwendung

Zinksulfat ist das technisch bedeutendste und meistverwendete Zinksalz. Man benutzt es unter anderem für galvanische Verzinkungsbädern oder zur Herstellung von Zinksulfid-Pigmenten (z.B. Lithopone). Versuchsweise wurde das Salz auch als Therapeutikum gegen die Wilson-Krankheit eingesetzt. Des weiteren braucht man es in der Textilindustrie als Beize für Alizarin-, Reserve- und Schwefel-Farbstoffe sowie zum Beschweren von Baumwolle.

Strukturformel/Abbildung

 

Allgemeines

Name Zinksulfat
Summenformel ZnSO4
molare Masse 161,43g/mol
Trivialnamen  
CAS-Nummer  
Sicherheitsdaten

ätzend

R- und S-Sätze  
Handhabung  
Lagerung  
MAK* ml/m³
LD50**(Ratte) mg/kg (oral)
LD50**(Kanninchen) mg/kg
*Maximale Arbeitsplatzkonzentration
**letale Dosis: Die Menge der Substanz, die nach einmaliger Einnahme den Tod von 50% der Versuchstiere zur Folge hat.
Physikalische Eigenschaften
Aggregatzustand  
Farbe  
Dichte 3,54g/cm3  
Schmelzpunkt  
Siedepunkt  
Dampfdruck  
Löslichkeit  
Kristall
Kristallstruktur  
analytische Nachweismethoden
 

 

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