Zinn(II)-chlorid

 
Gefahrensymbole:

 

Struktur der Verbindung:
Summenformel:
Molmasse:  189,60g/mol
R/S-Sätze: R, S
MAK-Werte:
Dichte:  3,95g/cm3  
Schmelztemperatur: 246°C
Siedetemperatur: 652°C
Löslichkeit: i
 
Eigenschaften:
Zinn(II)-chlorid (Zinndichlorid) bildet weiße, rhombische Kristalle oder fettig glänzende Massen. In Wasser ist das Salz sehr gut löslich. Beim Verdünnen der wässrigen Lösung mit viel Wasser erfolgt Hydrolyse unter Abscheidung eines basischen Salzes [Sn21Cl16(OH)14O6]. Durch Luftsauerstoff wird die wässrige Zinn(II)-chlorid-Lsg. oxidiert:

3SnCl2 + 1/2 O2 + H2O → SnCl4 + 2 Sn(OH)Cl

Zinn(II)-chlorid scheidet Gold, Silber und Quecksilber aus ihren Lösungen aus. Außerdem reduziert Eisen(III)-salze zu Eisen(II)-salzen, Arsenate zu Arseniten, Chromate zu Chrom(III)-salzen und Permanganate zu Mangan(II)-salzen.

 
Darstellung:
 Man erhält Zinn(II)-chlorid durch Auflösen von Zinn-Drehspänen in Salzsäure und anschließendes Eindampfen.
Verwendung:

Als Reduktionsmittel verwendet man Zinn(II)-chlorid bei der maßanalytischen Bestimmung von Eisen(III)-Verbindungen. Außerdem kann man es zur qualitativen Bestimmung von Arsen verwendet (Bettendorf-Test). In der Textil-Industrie dient es zur Herstellung von Zinn-Beizen (Zinnsalz-Ätze), in der Türkischrotfärberei als Beize auf Wolle, als Reservierungsmittel für Wolle, Seide, Polyamidfaser.

 

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