Pyrit (FeS2)

 
Steckbrief
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 Kristallsystem
 kubisch
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 Härte
 6,5
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 Dichte
 5
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 Spaltbarkeit
 keine
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 Bruch
 muschelig
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 Farbe
 messinggelb
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 Strichfarbe
 schwarz
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 Glanz
 Metallglanz
Besondere Merkmale:

Die hervorstechenste Eigenschaftdes Pyrit ist seine goldmetallischer Glanz. So hat ihn schon mancher Scharlatan als echtes Gold verkaufen wollen. Doch das Mineral lässt sich mit einfachen Mitteln vom echten Edelmetall unterscheiden. Früher wurde die Echtheit eines Goldstückes mit einem Biss überprüft. Es unterscheidet sich in der Härte und Verformbarkeit. Während Gold ein weiches und gut verformbares Metall darstellt,  so ist Pyrit ein hartes und sprödes Mineral. Außerdem verrät sich Pyrit auch durch seine schwarze Strichfarbe.

In feuchter Umgebung zerfällt Pyrit zu Schwefelsäure, rotbraunem Eisenoxid sowie farblosen Sulfaten. Pulverisiert man Pyrit und verbrennt es anschließend so zeigt sich eine bläuliche Flamme, außerdem entsteht stechen riechendes Schwefeldioxid.

Pyrit kristallisiert häufig in schönen großen Würfeln aus, welche oft Streifungen aufweisen. Die Ecken der Würfel können durch kleine Dreiecke abgeflacht sein. Dabei handels es sich um eine Kombination des kubischen und eines oktaedrischen Gitters. Außerdem findet man auch sogenannte "Eiserne Kreuze", welche eine pentagondodekaedrische Form aufweisen.

 

Entstehung:

Pyrit ist ein sehr verbreitetes Mineral es findet sich in den verschiedensten Gesteintypen und liegt häufig in völlig ausgebildeten Kristallen vor. Es taucht in Sedimentiten ebenso wie in hydrothermalen Gängen und metamorphen Gesteinen auf.

 

Vorkommen:

Innerhalb Deutschlands lässt sich das Mineral in beachtlichen Mengen finden. So bestehen in Meggen (Westfalen), Rammelsberg (bei Gosslar im Harz), Waldsassen (Bayern) und in Freiberg (sächsisches Erzgebirge) große Pyritvorkommen. Außerdem lässt sich das Mineral in Italien (Elba und Piemont), Spanien, Griechenland, Schweden, Norwegen, den Vereinigten Staaten von Amerika und in Südafrika finden.

 

Verwendung:

Von wirtschaftlicher Bedeutung ist Pyrit bei der Gewinnung von Eisen und Schwefelsäure. Die entstehende Säure kann in verschiedenen Industriezweigen genutzt werden. Bei der Gewinnung der Säure entstehen Abröstungsrückstände welche als Eisenerz weiter genutzt werden.