Löslichkeitsprodukt

 

 

Viele Salze lassen sich in einem Lösungsmittel nur bis zur einer bestimmten Maximalkonzentration lösen. Man bezeichnet dabei Salze die sich nur in sehr kleinen Mengen lösen lassen als schwerlösliche Salze. Gibt man einen Überschuss eines schwerlöslichen Salzes in ein Lösungsmittel so wird sich das Salz als Bodenkörper ablagern.

Zwischen Bodenkörper und Lösung besteht ein heterogenes Gleichgewicht. Dabei gehen immer genau so viele Ionen in Lösung wie sich als Bodensatz abscheiden. Durch weitere Zugabe des Feststoffs wird das Gleichgewicht (bei gesättigter Lösung) nicht weiter gestört. Man kann das Gleichgewicht wie folgt formulieren:

MR M+(aq) + R-(aq)

Das Massenwirkungsgesetz für dieses Beispiel lautet:

Da die Menge des Bodenkörpers ohne Einfluss auf die Gleichgewichtslage bleibt, gilt dies entsprechend auch für die in der MWG-Gleichung auftretenden Konzentration an ungelöstem Salz. Dies hat zur Folge, dass der Wert von [MR] bei schwerlöslichen Salzen (bei heterogenen Gleichgewichten) ohne Bedeutung ist, und daher als konstant angesehen werden kann. Man kann die Konzentration des Feststoffs [MR] und die Konstante K zur neuen Konstanten L zusammenfassen:

K×[MR] = [M+]×[R-] = L

Das Löslichkeitsprodukt L stellt das Produkt der Ionenkonzentration in Lösung dar. Bei der Angabe eines Löslichkeitproduktes wird häufig das zugehörige Salz als Index bei L angegeben:

LMR = [M+]×[R-] mol²/l²

 

© 2001-2005 [Chempage.de] – Michael Müller – michael.mueller@rwth-aachen.de http://www.chempage.de

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