Physikalische Stoffeigenschaften

Ein Reinstoff weist ganz bestimmt Eigenschaften auf.  Diese können in groben Zügen mit unseren Sinnen und genau mit Hilfe von verschiedenen Messverfahren wahrgenommen werden.

Bei exakten Messverfahren ist es erforderlich die äußeren Bedingungen der Untersuchungen stets konstant zu halten (Druck, Temperatur, etc.) um an vergleichbare Daten zu kommen. Man erhält nur dann gleiche Werte wenn man die äußeren Bedingungen konstant hält.

Einige Eigenschaften können mit unseren Sinnen wahrgenommen werden, dazu zählen: Geruch, Geschmack, Farbe, Klang, Härte und vergleichbare Eigenschaften. Je nach Beobachter können jedoch bei ein und derselben Substanz subjektive Unterschiede auftreten. Aus diesem Grund werden in Tabellenwerken meist nur Daten gelistet die mit objektiven Messverfahren ermittelt werden können. Dazu zählen die Dichte, Schmelztemperatur, Siedetemperatur, Löslichkeit und die elektrische Leitfähigkeit.

  1. Dichte eines Stoffes

Die Dichte eines Stoffes ist abhängig von seiner Temperatur und, besonders bei Gasen, auch vom Druck. Die Dichte (Symbol: ρ [Rho]) ist der Quotient aus der Masse (m in g) und dem Volumen (V in ml oder cm³) eines Körpers. Die Formel für die Dichte lautet:

  1. Schmelztemperatur, Erstarrungstemperatur

Unter der Schmelztemperatur bzw. der Erstarrungstemperatur versteht man die Temperatur bei der ein Feststoff in den flüssigen bzw. eine Flüssigkeit in den festen Zustand übergeht. Bei gleichem Druck erhält man immer wieder die gleiche Temperatur.

  1. Siedetemperatur, Kondensationstemperatur

Darunter ist die Temperatur zu verstehen, bei der eine Flüssigkeit in den gasförmigen bzw. ein Gas in den flüssigen Zustand übergeht. Bei der gleichen Substanz ergeben sich bei gleicher Temperatur immer wieder die selben Werte.

Dichten, Schmelz- und Siedetemperaturen einiger Substanzen (Bei Normdruck 1013 hPa)

Substanz

Dichte in g/cm³ bei 20°C

Schmelzpunkt in °C

Siedepunkt in °C

Wasser

0,998

0

100

Ethanol

0,789

-114,2

78,37

Wasserstoff

0,0008

-259,36

-252,8

Sauerstoff

0,00133

-218,8

-187,97

Kochsalz

2,16

808

1465

Eisen

7,86

1537

2730

Silber

10,50

960,8

1945

Quecksilber

13,545

-38,8

356,9

Platin

21,45

1773,5

4000

  1. Löslichkeit

Stoffe sind in einer bestimmten Flüssigkeit (Lösungsmittel) entweder leicht löslich, schwer löslich oder unlöslich. In Wasser beispielsweise ist Kochsalz leicht löslich, Gips schwer löslich und Quarzsand unlöslich.

  1. Elektrische Leitfähigkeit

Zur Feststellung der elektrischen Leitfähigkeit einer Substanz muss diese in einen Stromkreis mit eingeschlossen werden. Der Stromkreis muss eine Spannungsquelle sowie ein Amperemeter enthalten. Anhand des Zeigerausschalgs am Messgerät kann die Größe der Leitfähigkeit abgelesen werden.

Anhand der elektrischen Leitfähigkeit kann man die jeweilige Substanz einer bestimmten Stoffgruppe zuordnen. Beispielsweise leiten Metalle den elektrischen Strom. Salze hingegen leiten den Strom nur, wenn Sie zuvor in Lösung gebracht wurden. Des weiteren gibt es viele Substanzen die den elektrischen Strom weder im festen noch im gelösten oder flüssigen Zustand leiten (Zucker).

               

 

© 2001-2005 [Chempage.de] – Michael Müller – michael.mueller@rwth-aachen.de http://www.chempage.de

Aktuelles | Buchtipps: Chemie | Disclaimer | Impressum | Kontakt | Newsletter | Shop | Startseite