Polarimetrie

Zur Untersuchung optisch aktiver Substanzen verwendet man ein Polarimeter. Dieses Gerät besteht aus einer Natriumdampflampe, welche ein monochromatisches Licht ausstrahlt. Dieses Licht wird durch den so genannten Polarisator geleitet, welcher wie ein Gitter wirkt. Er filtert das Licht so, dass nur noch Licht hindurch treten kann, welches die gleiche Schwingungsebene wie das Gitter hat. Hat nun der Analysator die gleiche Gitterrichtung wie der Polarisator, so tritt das polarisierte Licht vollständig durch den Analysator. Verdreht man jedoch die Gitterrichtung des Analysators um 90°, so tritt kein Licht mehr durch ihn hindurch. Schaltet man nun einen Zylinder mit einer Lösung der optisch aktiven Substanz zwischen Polarisator und Analysator, so treten einige Lichtstrahlen durch den Analysator. Um den genauen Drehwinkel der optisch aktiven Probe zu bestimmen, sucht man nun die Analysator- Ausrichtung, welche die maximale Lichtintensität hindurch lässt.

Abb1.: links: Schema eines Polarimeters  rechts: Bild eines Polarimeters

 

 

 Dabei ist der Drehwinkel α proportional zur Konzentration c’ der Probe und zur Schichtdicke l :

 α = [α] • c’• l

 Der Proportionalitätsfaktor [α] ist eine Soffkonstante, welche die spezifische Drehung der Substanz angibt. Die Konzentration c’ gibt die Massenkonzentration in g/cm³ an.

 Der Proportionalitätsfaktor [α] wird bestimmt, indem man den Drehwinkel einer optisch aktiven Substanz mit einer bestimmten Konzentration und Schichtdicke bei 25°C im Polarimeter bestimmt. Danach wird die Gleichung α = [α] • c’• l nach [α] umgestellt und berechnet.

 

© 2001-2005 [Chempage.de] – Michael Müller – michael.mueller@rwth-aachen.de http://www.chempage.de

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