Säure-Base-Puffer

Säure-Base-Puffer sind gleichmolare Gemische aus schwachen Säuren und schwachen Basen. Ein Beispiel für ein solches Gemisch ist das Essigsäureacetat-Puffersystem. Dies ist ein Gemisch aus Essigsäure und aus Natriumacetat. Das besondere an solchen Gemischen ist, dass sie den pH-Wert von Lösungen auf einem bestimmten Wert halten können auch wenn starke Säuren oder starke Basen in begrenzten Mengen hinzu gegeben werden. In Pufferlösungen ist im Äquivalenzpunkt der pH-Wert gleich dem pKs-Wert. Den Zusammenhang zwischen pKs- und pH-Wert stellt die sogenannte Henderson-Hasselbach-Gleichung her.

Aus der Formel geht somit hervor warum der pH-Wert eines gleichmolaren Puffergemisches gleich dem pKS-Wert sein muss. Es stellt sich trotzdem die Frage wie der Puffer in wirkt. Was passiert also beim zugeben von Salzsäure? Bei der Zugabe der Salzsäure verändert sich der Bruchterm der Henderson-Hasselbach-Gleichung wie folgt: Die starke Säure führt dazu, dass weniger HA-Moleküle dissozieren und somit weniger A--Ionen vorliegen. Der Grund dafür ist dass Salzsäure eine stärkere Säure ist als die Essigsäure.

Gibt man Lauge in das gleichmolare Puffergemisch so läuft der umgekehrte Vorgang ab. Die Dissoziation der Essigsäure wird unterstützt und die Menge an A--Ionen in der Lösung steigt.

Das wohl verbreiteste Puffersystem ist im Blut enthalten. Bedeutend ist da das Kohlensäure-Bicarbonat-Puffergleichgewicht. Durch dieses Puffergemisch wird der Säurehaushalt bestimmt. Dies ist wichtig, da im Blut unzählige Bestandteile, Nährstoffe und Wirkstoffe gelöst sind, welche durch eine starke Änderung des pH-Wertes unlöslich würden und dann ausfallen würden. Somit wäre der gesamte Stoffwechselprozess gefährdet.

 

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