Die elektrochemische Spannungsreihe

Eine Anordnung von Redoxpaaren nach ihren Potentialen, nennt man Spannungsreihe (bei Metallen auch Redox-Reihe).

Sieht man sich die Potentiale von Metallen an, so stimmen diese mit den jahrtausende alte Vorstellung von edlen und unedlen Metallen überein.

Edle Metalle haben in der Spannungsreihe ein positiver Vorzeichen. So sind die Metalle Gold mit einem Standardpotential von +1,5V und Platin mit einem Wert von +1,12V die edelsten Metalle der Spannungsreihe.

Unedle Metalle wie Magnesium (-2,37V) und Natrium (-2,71V) haben ein negatives Standardpotential.

Skizze: spannungsreihe Metalle s.70  mentor

Aus der Spannungsreihe der Metalle lassen sich Aussagen über ihr Reaktionsverhalten machen:

So gilt beispielsweise die Regel, dass alle Metalle die über einem anderen Metall in der Spannungsreihe stehen, können Ionen dieses Metalls reduzieren. Die Spannungsreihe der Metalle kann auf Nichtmetalle in saurer Lösung ausgeweitet werden.

Skizze: spannungsreihe von nichtmetallen s.71

Ein Übergang eines Ions in eine höhere oder niedrigere Oxidationsstufe ist auch eine Redox-Reaktion, somit lassen sich auch hierfür Standardpotentiale ermitteln und in eine Spannungsreihe einordnen.

Skizze: Spannungsreihe s. 71 unten

Die bisherigen Redox-Vorgänge waren lediglich Umwandlungen von Metallatome in Ionen und umgekehrt. Ebenso ist es aber möglich eine Spannungsreihe für komplizierte Redoxsysteme aufzustellen.

Skizze: S. 72

 

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