Entzündlich

Versuch: AC 009
Zeitaufwand: 60min
   
 Geräte:

● Rampe mit Rakete(1,5L)

● Transformationsspulen (1÷100 Windungen)

● 2 Kabel

● Kolbenprober

● pneumatische Wanne

● min. 20m Verlängerungskabel

● Taster

   
 Chemikalien:

● 100mL Erdgas (Methan)

● Wasser

   
Sicherheitshinweise:
Methan (CH4) F+ R: 12 S: 9-16-33
   
 Durchführung:

Zu aller erst muss die Flasche präpariert und eine Startrampe gebaut werden. Dazu wird eine 1,5l PET-Flasche im unteren Bereich mit zwei nicht isolierten Stecknadeln oder Nägeln durchbohrt. Der Abstand zwischen den Nadeln darf in der Flasche nicht mehr als einen halben Zentimeter betragen. Anschließend baut man ein passendes Holzgestell gebaut, dass durch zwei elektrisch leitfähige Rinnen die PET-Flasche senkrecht hält.

Um die Rakete starten zu können braucht man einen großen Platz (z.B.: Sportplatz) um einen Sicherheitsabstand von mindestens 20m vom nächsten Gebäude einhalten zu können.

Die Rakete wird komplett mit Wasser gefüllt und Kopfüber in die Rampe in ein Wasserbecken gehängt. Anschließend füllt man 100ml Erdgas (Methan) ein und lässt circa 900ml Luft hinzu blubbern. Danach werden die Stechnadeln die in der Flasche stecken mit Stromkabeln mit der Transformator verbunden ( die Flasche muss offen sein). !!! Achtung: Hochspannung !!! Nun kann die Flaschen-Rakete durch Einschalten des Transformators gestartet werden.

Man sollte darauf achten das sich keine Lebewesen in der nähe der Startrampe befinden, wenn man die Rakete starten lässt.

   
Entsorgung
Hausmüll
   
 Beobachtung:
Die Rakete fliegt bis zu 30m in die Höhe.

Video: PET-Rakete

Video: Luftdruck-Rakete

   
 Erläuterung:
Durch den zwischen den Stricknadelenden entstehenden Funken wird das Luft-Methan-Gemisch entzündet. Bei der Oxidation des Methans entsteht große Hitze, welche mit einer enormen Volumenausdehnung in der Flasche verbunden ist. Das Wasser welches sich in der Flasche befindet wird dadurch mit einem enormen Druck aus der Flasche gedrückt, wodurch die Flasche nach oben geschossen wird. Dieses Prinzip wird als Rückstoß-Prinzip bezeichnet.

Nach gleichem Prinzip funktionieren auch physikalische Spielzeugraketen. Dabei werden kleine Raketen mit etwas Wasser gefüllt und unter Überdruck gesetzt. Durch das ausklinken aus einer Startrampe wird das Wasser von der überschüssigen Luft in der Rakete heraus geschleudert und die Rakete wird nach oben gefeuert.

   
 weiterführende Informationen:
Versuchsskript