Nernst, Walther (1864-1941)

* 25. Juni 1864 in Briesen (Westpreußen)

† 18. November 1941 in Gut Oberzibelle bei Moskau

Walther Nernst studierte Physik, Chemie und Mathematik in Zürich, Berlin, Graz und Würzburg. 1887 promovierter er unter Friedrich Kohlrausch in Würzburg. Thema seiner Doktorarbeit war „die Einwirkung des Magnetismus auf strömende Elektricität und Wärme“ dieser Zusammenhang ist auch bekannt als Ettingshausen- Nenst- Effekt bekannt.

Im Oktober 1887 wechselte Nernst auf Wunsch von Professor Wilhelm Ostwald als Assistent im Fachbereich Physik an die Universität Leipzig, wo er 1889 mit seiner Arbeit zur „elektromotorischen Wirksamkeit der Ionen“ habilitierte.

1891 begann Nernst seine Arbeit als Hochschullehrer an der Universität Göttingen, an der zum Extraordinarus für physikalische Chemie ernannt wurde. In September des nächsten Jahres heiratete er seine Frau Emma Lohmeyer. 1894 wurde er dann „ordentlicher“ Professor an der Universität in Göttingen.

Nernst gilt als Mitbegründer der modernen physikalischen Chemie. Ihm sind bahnbrechende Entdeckungen auf dem Gebiet der Elektro- und Wärmechemie zu verdanken. So formulierte er 1890 beispielsweise den Nernst’schen Verteilungssatz oder 1899 die Entdeckung der Nernst’sche Reizschwellengesetzte.

Nernst wechselte 1905 als Ordinarius zur Universität, an welcher er seine größte Entdeckung machte. Er formulierte den 3. Hauptsatz der Thermodynamik, wofür er 1920 auch den Nobelpreis erhielt. Inden Jahren 1921 und 1922 leitet er die Berliner Universität als Rektor. 1922 bis 1924 war er Präsident der Physikalisch- Technischen Reichsanstalt Berlins. Bis zur seiner Emertierung (1933) war er dann der Nachfolger von Heinrich Rubens auf dem Lehrstuhl für Experimantalphysik.

Neben seinen wissenschaftlichen Erfolgen sind seine Leistungen als Wissenschaftsorganisator anzumerken. Walther Nernst ist es beispielsweise zu verdanken, dass der Solvay- Kongress gegründet wurde, indem führende Wissenschaftler über aktuelle Theorien diskutieren.

 

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